OKX Card: Was Neukunden aktuell an Boni bekommen und was die Karte wirklich kann

Marco Schneekluth
19. August 2026
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Krypto-Karten gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Die meisten davon sind ein Rechenexempel: Wie viel Cashback bekomme ich, was zahle ich an Gebühren drauf, und wie umständlich ist der Alltag damit? Bei der OKX Card läuft aktuell eine Neukunden-Aktion, die ich mir für dich angeschaut habe inklusive der Punkte, die in der Werbung gerne untergehen.

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Was ist die OKX Card überhaupt?

Die OKX Card ist eine virtuelle Debitkarte, die OKX zusammen mit Mastercard herausgibt. Du zahlst damit nicht mit Euro von einem Bankkonto, sondern direkt mit Stablecoins, also Kryptowährungen, die an den Dollar gekoppelt sind, hauptsächlich USDC und USDG aus deiner OKX-Pay-Wallet.

Der Clou: Du musst nichts vorab aufladen und nichts manuell tauschen. Die Umrechnung passiert erst im Moment der Zahlung. Bis dahin bleiben deine Coins in der Wallet liegen.

Herausgeber ist OKCoin Europe Ltd. mit Sitz in Malta, das Ganze läuft unter der europäischen MiCA-Regulierung. Für den EWR also regulatorisch sauber aufgestellt. Das ist bei Krypto-Karten leider nicht selbstverständlich.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • Virtuelle Karte, nutzbar via Apple Pay und Google Pay
  • Funktioniert überall, wo Mastercard akzeptiert wird, online wie stationär
  • Keine Transaktions- und keine Fremdwährungsgebühren
  • Kostenpunkt ist ein kleiner Markt-Spread beim Umtausch (OKX gibt aktuell 0,1 % an)
  • Voraussetzung: OKX-Account mit abgeschlossenem KYC, also der Identitätsprüfung

Weitere Krypto-Karten kannst du in unserem Vergleich sehen.

Die aktuellen Anreize für Neukunden

Und genau hier wird es für dich interessant, wenn du sowieso mit dem Gedanken spielst. Aktuell laufen mehrere Aktionen parallel:

1. Neukunden-Aufgabe: 10 € in Bitcoin

Du aktivierst die Karte und machst drei Transaktionen über jeweils mindestens 10 USD. Dafür bekommst du 10€ in Bitcoin gutgeschrieben. Das ist die niedrigste Hürde von allen Aktionen. Drei kleine Alltagszahlungen, mehr nicht.

2. Cashback: 2 % mit erhöhtem Limit

Das reguläre Cashback liegt bei 2 %. Neu ist, dass die monatliche Obergrenze von 10 € auf 20 € verdoppelt wurde. Heißt konkret: Bei 1.000 € Umsatz im Monat holst du das Maximum von 20 € heraus. Wer mehr ausgibt, bekommt darüber hinaus nichts mehr, das solltest du realistisch einplanen.

3. Abo-Aktion: 50 % Cashback auf Netflix, ChatGPT oder Claude

Du wählst ein Abo aus (Netflix, ChatGPT oder Claude) und bekommst darauf 50 % Cashback, maximal 10 € pro Monat. Das Cashback wird automatisch erkannt und in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen nach Abrechnung ausgezahlt.

Wichtig: Die Aktion läuft nach dem Prinzip first come, first served. Wenn das Kontingent voll ist, ist es voll.

4. Video-Aktion: 20 € für einen kurzen Clip

Wenn du sowieso Content machst: Du bezahlst mit der Karte und teilst ein 10–30 Sekunden langes Video auf Social Media: Zahlung mit der OKX Card, Transaktion zeigen, Cashback zeigen. Dafür gibt es 20 €.

Zur UGC-Aktion

Was dabei maximal zusammenkommt

Ein Rechenbeispiel aus dem Briefing: Du gibst 1.000 € aus, davon 20 € für Netflix, und reichst das Video ein.

PositionBetrag
Karten-Cashback (2 %, gedeckelt)bis zu 20 €
Abo-Cashback (50 %)bis zu 10 €
Video-Aktion20 €
Summebis zu 50 €

Dazu kommt die Neukunden-Aufgabe mit 10 € in BTC. Klingt gut, aber ehrlich eingeordnet: Das ist ein einmaliger Effekt im ersten Monat. Danach reden wir über 2 % bis maximal 20 € monatlich. Das ist solide, aber kein Grund, sein komplettes Zahlungsverhalten umzubauen.

Was du kritisch sehen solltest

Ich schreibe hier keinen reinen Werbetext, deshalb auch die andere Seite:

  • Nur virtuell. Eine physische Karte gibt es derzeit nicht. Für die meisten Alltagszahlungen reicht Apple oder Google Pay, aber es gibt Situationen, in denen eine Plastikkarte praktischer wäre.
  • Du hältst Stablecoins, keine Euro. Das ist ein Gegenparteirisiko, das ein Girokonto so nicht hat. Ich würde dort nur so viel liegen lassen, wie ich tatsächlich verplant habe.
  • Cashback in Krypto ist steuerlich nicht trivial. Prämien in BTC oder Stablecoins können als sonstige Einkünfte relevant sein, und jede Kartenzahlung mit Krypto ist grundsätzlich ein Veräußerungsvorgang. Ich bin kein Steuerberater, aber dokumentiere das sauber, zum Beispiel mit einem Tracking-Tool.
  • Deckel und Kontingente. Die 20 € monatlich sind schnell erreicht, und die Abo-Aktion ist limitiert.
  • Nicht die Karte für dein Bitcoin-Sparen. Ich trenne das strikt: Langfristige Bestände liegen bei mir auf der Hardware Wallet, nicht in einer Zahlungs-Wallet.

Für wen lohnt sich das?

Sinnvoll ist die Karte, wenn du ohnehin Stablecoins hältst und regelmäßig ausgibst, dann sind 2 % ohne Gebührenaufschlag ein fairer Deal, und die Neukunden-Boni nimmst du im ersten Monat einfach mit.

Weniger sinnvoll ist sie, wenn du reiner Langfrist-Anleger bist, deine Coins in Self-Custody hältst und keinen Bedarf hast, im Supermarkt mit Krypto zu zahlen. Dann ist das eher Spielerei als Nutzen.

Fazit und Anmeldung

Die OKX Card ist eine der durchdachteren Krypto-Karten im europäischen Markt: MiCA-reguliert, ohne versteckte Gebühren, mit einem niedrigen Spread. Die aktuelle Neukunden-Aktion macht den Einstieg zusätzlich attraktiv, weil du im ersten Monat realistisch 50 € und mehr mitnehmen kannst.

Meine Empfehlung: Karte aktivieren, die drei kleinen Transaktionen für die 10 € in BTC machen, das Abo-Cashback mitnehmen, solange das Kontingent läuft und dann in Ruhe schauen, ob die Karte in deinen Alltag passt.

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Betreiber und Gründer von Kryptokenner.de. Ich beschäftige mich seit 2014 mit Kryptowährungen. Der freiheitliche, philosophische Gedanke von Bitcoin hat mich zuerst begeistert, doch erst einige Zeit später habe ich das Potential in der Blockchain-Technologie verstanden. Mein Ziel ist es euch das sichere Investieren und den Nutzen von Kryptowährungen näher zu bringen. Mehr zu mir und dem Blog.