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Nachdem ich hier bereits meine grundlegende Strategie für den Aufbau des Portfolios beschrieben habe, möchte ich heute die Umsetzung besprechen. Für die schnellen: Unten ist die Zusammenfassung. 😉

Wann werden die Coins gekauft?

Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich nicht vorhabe das komplette Portfolio an einem Datum zu kaufen. Stattdessen favorisiere ich den Kauf in mehreren Schritten durchzuführen. Der Hauptgrund hierfür ist, dass sich die Wichtigkeit des Kaufzeitpunktes verringert. Ich verringere damit die Wahrscheinlichkeit einen ungünstigen Zeitpunkt (durch Pump & Dump) für den Kauf zu erwischen. Natürlich gilt das gleiche auch für einen extrem günstigen Zeitpunkt.
Das nehme ich aber gerne in Kauf, da ich durch diese Maßnahme das Risiko weiter streuen kann. Der Kauf wird monatlich in vier Etappen stattfinden.

Wo werden die Coins gekauft?

Es gibt hier unterschiedliche Wege zum Ziel. Generell wird mindestens eine zentrale Börse als Eingangstor zur Kryptowelt benötigt. Auf dieser Börse muss ich mit Euros Bitcoins und/oder die anderen Coins im Portfolio kaufen können. Sollte nur der Kauf von Bitcoins möglich sein, können auf den zahlreichen zentralen oder dezentralen, reinen Kryptobörsen Bitcoins gegen Kryptocoins getauscht werden. Zwei Aspekte sind hier wichtig: Sicherheit und Kosten.

Generell sollten die Coins nie länger als nötig auf der Börse liegen bleiben und sofort auf das eigene Wallet transferiert werden. Um die Sicherheit zu erhöhen, sollte eine 2-Faktor-Authentifizierung möglich sein. Diese ist eine notwendige Anforderung an die Börse.

Die Kosten setzen sich aus allen transaktionsbedingen Kosten zusammen. Den größten Anteil davon besitzen die Transaktionskosten für den Kauf auf der Börse. Zu diesem Zeitpunkt sind es z.B. 0,5% (0,4% Expresshandel) bei bitcoin.de, 0,25% bei bittrex oder zwischen 0,26% bis 0% bei kraken. Häufig kommen dazu manchmal noch coinspezifische Auszahlungsgebühren, diese kosten aber unter normalen Umständen nur Cents. Kosten für die Verwahrung der Coins entstehen grundsätzlich nicht – es können aber zur Bequemlichkeit und Sicherheit zusätzlich Hard Wallets benutzt werden.

Beispiel NEM/XEM:
Euro à BTC auf bitcoin.de  0,5% Gebühren
BTC à XEM auf bittrex.com 0,25% Gebühren

Die Gebühren betragen (ohne Betrachtung der coinspezifischen Transaktionskosten) 0,75% der investierten Summe.

Als Hauptbörse bietet sich Kraken an, da die Kosten mit 0,16-0,26% je Trade niedrig sind und Bitcoin, Ether, Litecoin, DASH und Monero dort direkt gegen Euro gehandelt werden können. Das sind mindestens 77,5% des Investmentvolumen. Für den Rest können zentrale Kryptobörsen wie Poloniex (0,15%) oder Bittrex (0,25%) verwendet werden. Wenn man sich nicht bei einer weiteren Börse anmelden möchte, können auch dezentrale Börsen wie Changelly oder Shapeshift benutzt werden. Die Gebühren werden hier nicht direkt angezeigt, sondern müssen über den angezeigten Wechselkurs berechnet werden. Meiner Erfahrung nach sind das meistens um die 0,5%.

Wo werden die Coins aufbewahrt?

Auf keinen Fall sollten die Coins auf der Börse aufbewahrt werden! Die Private Keys sollten auf jeden Fall unter eigener Kontrolle bleiben (aufgeschrieben oder digital sicher auf einen offline Medium). Je nach Nutzung bieten sich diese vier Methoden an.
Wenn man sich gegen ein Paper Wallet oder Hardware Wallet entscheidet gibt es zwei Vorgehensweisen. Erstens, für jeden Coin ein eigenes Wallet anlegen. Zweitens, ein Multi Coin Wallet benutzen, welches mehrere Coins in einem Wallet Manager verwaltet. Hier bietet sich Exodus oder Jazz an. Vermutlich ist ein Mix aus diesen beiden der richtige Weg aus Sicherheit und Verwaltungsaufwand.

Zusammenfassung

Start: 01.07.2017
Volumen: 1000€
Kaufperioden: 4, monatlich, je 250€
Börse: Kraken, Poloniex

 

Eine Sache noch: Die Ungewissheit um die Bitcoin Softwork: USAF BIP 148 kann eine Änderung bei dem Kauf von BTC um den 01.08.2017 erforderlich machen. Dazu aber später mehr.

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