Kryptoprognose 2026: Wo stehen Bitcoin und Ethereum am Ende des Jahres?

Marco Schneekluth
16. Januar 2026
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In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Einschätzungen für das Jahr 2026. Wichtiger Hinweis vorab: Dies ist reine Unterhaltung und keine Anlageberatung. Mache immer deine eigene Recherche, bevor du investierst.

1. Das Comeback von Ethereum: Outperformance gegenüber Bitcoin

Meine erste und vielleicht wichtigste Prognose betrifft das Verhältnis zwischen Ethereum (ETH) und Bitcoin (BTC). Wenn wir uns den Chart ansehen, war das Verhältnis von ETH zu BTC in letzter Zeit mit ca. 0,03 BTC pro Ether eher schwach. Doch ich glaube, dass sich das Blatt 2026 wenden wird.

Die Prognose: Ethereum wird gegenüber Bitcoin aufholen und ein Verhältnis von 0,05 ETH je Bitcoin erreichen. Das bedeutet eine deutliche Outperformance von Ethereum.

Warum sehe ich Ethereum stark?

Es gibt zwei Haupttreiber für diese Entwicklung:

  • Technologischer Fortschritt (Upgrade „Fusaka“): Im Dezember 2025 fand das „Fusaka“-Upgrade statt. Dieser Hard-Fork hat die Skalierbarkeit verbessert und das Zusammenspiel zwischen der Main-Chain und den Layer-2-Lösungen (wie Optimism oder Arbitrum) optimiert. Durch sogenannte „Blobs“ (Datenbündel) werden Transaktionen effizienter. Das Spannende: Für diese Blobs fällt eine „Base-Fee“ an, die in Ether bezahlt werden muss. Je mehr Aktivität auf den Layer-2-Netzwerken stattfindet, desto mehr Ether wird verbrannt („Burn“-Mechanismus), was das Angebot verknappt.
  • Institutionelles Staking: Bisher konnten große Investoren über ETFs zwar in Ethereum investieren, aber nicht vom Staking profitieren (also quasi den Zinsen auf das Netzwerk). Das wird sich voraussichtlich ändern. Wenn ETFs Staking integrieren, wird das Produkt für Pensionskassen und Großinvestoren massiv attraktiver, da sie sonst die Rendite („Yield“) verpassen würden.

Ethereum bleibt die dominierende Plattform für seriöse Smart-Contract-Anwendungen, was großen Playern Sicherheit gibt.

2. Das Ende der „Altcoin-Treasuries“

Wir kennen Unternehmen wie MicroStrategy, die Bitcoin in ihrer Bilanz halten. Zuletzt gab es jedoch auch einen Trend, dass Firmen begannen, Altcoins (wie Solana) in ihre Bilanzen aufzunehmen.

Die Prognose: Dieser Trend wird 2026 enden. Unternehmen, die auf Altcoin-Bestände in der Bilanz gesetzt haben, werden entweder pleitegehen oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Es gibt für seriöse Firmen kaum rationale Gründe, volatile Altcoins langfristig als Reserve zu halten – im Gegensatz zu Bitcoin.

3. Neue Bitcoin-Länder betreten die Bühne

Die Adoption von Bitcoin auf staatlicher Ebene wird weiter voranschreiten. Bisher kennen wir Beispiele wie El Salvador (aktives Kaufen) oder Bhutan (Mining).

Die Prognose: Zwei komplett neue Länder werden 2026 öffentlich bekannt geben, dass sie in Bitcoin investieren – sei es aktiv oder passiv.

  • Aktiv: Ein Land kauft regelmäßig Bitcoin (ähnlich wie El Salvador).
  • Passiv: Ein Land entscheidet strategisch, beschlagnahmte Bestände nicht zu verkaufen (anders als Deutschland es getan hat), sondern als Reserve zu halten.

Vermutlich wird es sich dabei eher um kleinere Länder oder „Emerging Markets“ handeln, die nach finanzieller Souveränität suchen.

4. Solana, Polymarket und das „Zocker-Bedürfnis“

Solana war in den letzten Jahren oft der Ort für Memecoins und spekulative Wetten. Doch Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft, sie kann auch Marktanteile kosten.

Die Prognose: Die Plattform Polymarket wird Solana den Rang als „Memecoin Casino“ ablaufen. Polymarket ermöglicht Wetten auf reale Ereignisse. Menschen, die spekulieren wollen („Zocken“), werden dies vermehrt dort tun, da es einen konkreten Anwendungsfall bietet. Wenn Solana diesen Use-Case verliert, sehe ich die Aussichten für den Kurs eher düster.

5. Fällt die „Altcoin Season“ aus?

Viele Krypto-Anleger warten sehnsüchtig auf die klassische „Altcoin Season“, in der fast alle Coins über Monate hinweg besser performen als Bitcoin.

Die Prognose: Es wird keine klassische Altcoin Season geben. Der Markt hat sich verändert. Zwar werden einzelne Coins Bitcoin zeitweise outperformen (wie oben bei Ethereum beschrieben), aber dass der gesamte Markt über 3 bis 6 Monate hinweg steigt, halte ich für unwahrscheinlich. Selektion wird wichtiger denn je.

6. Bitcoin Kursziel 2026: Ein „langweiliges“ Jahr?

Kommen wir zur Gretchenfrage: Wo steht der Bitcoin-Preis? Viele Influencer versprechen Verdopplungen, aber wenn man die rosarote Brille abnimmt, sieht es etwas nüchterner aus.

Die Prognose: Wir werden ein eher ruhiges Jahr mit moderaten Steigerungen sehen. Ich rechne mit einem Plus von ca. 20 % gegenüber dem Niveau von 2025.

  • Preisziel: Das könnte uns auf etwa 150.000 USD in der Spitze bringen.
  • Realität: Den Großteil des Jahres werden wir uns vermutlich eher in der Spanne zwischen 100.000 und 120.000 USD bewegen.

Es wird also voraussichtlich kein Jahr der explosiven Ausbrüche, sondern der Stabilisierung auf hohem Niveau.

Mein Fazit für 2026

Zusammenfassend erwarte ich ein Jahr, in dem sich Qualität durchsetzt. Ethereum könnte durch technische Upgrades und ETF-Staking glänzen, während reine Hype-Themen wie Altcoin-Treasuries oder wahllose Memecoins an Bedeutung verlieren. Bitcoin festigt seinen Status als staatliches Reserve-Asset, auch wenn der Preisanstieg eher gemächlich verlaufen dürfte.

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Betreiber und Gründer von Kryptokenner.de. Ich beschäftige mich seit 2014 mit Kryptowährungen. Der freiheitliche, philosophische Gedanke von Bitcoin hat mich zuerst begeistert, doch erst einige Zeit später habe ich das Potential in der Blockchain-Technologie verstanden. Mein Ziel ist es euch das sichere Investieren und den Nutzen von Kryptowährungen näher zu bringen. Mehr zu mir und dem Blog.