Bitcoin Paper Wallet Tutorial

Was ist ein Bitcoin Paper Wallet?

Viele Nutzer ziehen es vor ihre privaten Schlüssel in einem Cold Storage, also irgendwo offline ohne Verbindung zum Internet, zu sichern. Das Verwahren in einem Cold Storage hat im Bezug auf Sicherheitsaspekte viele Vorteile gegenüber einem Hot Storage – also Wallets, die in irgendeiner Form eine Verbindung zum Internet haben (können). Die einfachste Form für einen solchen Cold Storage ist, wenn man sich das kryptografische Schlüsselpaar auf ein Stück Papier schreibt. Nach gängiger Meinung vieler Bitcoin-Experten gilt das Paper Wallet als einer der sichersten Methoden, um große Mengen von Bitcoin aufzubewahren.

 

Wie erstelle ich ein Bitcoin Paper Wallet?

Ein Bitcoin Paper Wallet kann über verschiedene Webseiten generiert werden. Ich benutze Bitaddress dafür. Eine Paper Wallet ist an sich sehr sicher. Lediglich bei der Generierung ist der private Schlüssel in digitaler Form abrufbar. Um zu verhindern, dass hier irgendwer mitlauscht (Viren, Spy-Software, Keylogger, etc.) gibt es dazu einige Vorkehrungen, die du betreiben kannst.

  1. Lade die Webseite herunter und rufe die Webseite offline auf. Die Funktionalität der Website wird durch das Herunterladen nicht verändert.
  2. Knappe die Internet-Verbindung bei der Generierung deiner Paper Wallet
  3. Generiere deine Paper Wallet nur in einer sicheren Umgebung. Wenn du nicht weißt, ob du Malware hast, kannst du für diesen Vorgang eine neue Linux Distribution auf einer Live-CD oder einem USB-Stick verwenden.

 

Wie versende und erhalte ich Bitcoins mit einer Bitcoin Paper Wallet?

Um Bitcoins zu erhalten reicht es, wenn du deine Bitcoin-Adresse dem Absender mitteilst. Den Kontostand kannst du z.B. auf Blockchain.info öffentlich einsehen.

Um Bitcoins zu versenden kannst du den privaten Schlüssel in eine digitale Wallet eingeben. Die digitale Wallet signiert dann für dich Transaktionen automatisch, das ist wesentlich einfacher als das manuell zu machen. 😉 Electrum ist eine solche Wallet mit der das funktioniert.

Wichtiger Hinweis: Wenn du deinen privaten Schlüssel einmal in irgendeiner Form mit dem Internet in Verbindung gebracht hast, dann ist dein Bitcoin Paper Wallet nicht mehr sicher! Daher am besten gleich mehrere Paper Wallets erstellen – das kostet ja auch nichts.

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Blogger und Blockchain-En­thu­si­ast. Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit Kryptowährungen. Der freiheitliche, philosophische Gedanke von Bitcoin hat mich zuerst begeistert, doch erst einige Zeit später habe ich das Potential in der Blockchain-Technologie verstanden. Mein Ziel ist es euch das Investieren und den Nutzen von Kryptowährungen auf eine einfache Weise näher zu bringen.

6 KOMMENTARE

  1. hi, ich bin bei Kraken mit meinen Coins. Macht es jetzt, am 25.10. noch Sinn, so eine Paper wallet zu erstellen? oder ist das für diese fork zu spät?

    • Hi Elisa,
      es macht immer Sinn eine Paper Wallet / Cold Storage für deine Coins zu haben. Der Bitcoin Gold Hardfork hat schon stattgefunden (ich nehme an du meinst den), aber in ein Paar Wochen steht mit Segwit2x ein viel bedeutender Bitcoin Hardfork an. Hier habe ich noch ein paar weitere (Bitcoin) Wallets vorgestellt.

      • Hej, vielen Dank. Kannst du kurz und frauenfreundlich (oder hast du das schon irgendwo) erklären, warum die Wallets die Coins generieren, die Börsen aber nicht?

        Und wieso ist Segwit2x bedeutender?

        Du siehst, ich bin recht ahnungslos. Ich bin aber icht blöd, also ein ganz herzliches Kompliment an deine Seite: die erste auf Deutsch, der ich begegnet bin, die weder aus Finanzwelt/Bänker-Sicht einerseits oder andererseits total im Techno-Slang die Kryptowährungen erklärt und begleitet.

        Damit kannst du sie in Deutschland sicher auch bei den Nicht-Cracks ein bisschen voranbringen. Weiter so!

        • Wenn du die Wallet selbst kontrollierst, dann kontrollierst du auch die Private Keys (Quasi das Passwort zum Ausgeben der Bitcoins). Die Private Keys beweisen auch, dass du der Besitzer deiner Bitcoin bist, daher kannst du damit auch die Coins einfordern.

          Bei Börsen verfügst du nicht über diese Private Keys, die Entscheidung liegt also an der Börse, wie sie mit dem Hardfork umgehen. Hier ein Beispiel wie es bei Bitcoin Cash und der Exodus Wallet war. Wenn alles klar mit Bitcoin Gold ist, mache ich dafür auch ein Tutorial.

          Danke für die netten Worte – ich bin immer bemüht meinen Lesern eine gute Qualität zu bringen. 🙂

  2. Hallo Marco, genau was ich gesucht habe, toller und vor allem sehr hilfreicher Artikel! Vielen vielen Dank dafür.

    Ich hätte dazu gleich eine Folgefrage: Ich habe mir nun per Bitstamp Bitcoins gekauft. Kann ich diese nun direkt auf meinen Paper Wallet rüberschicken? Oder muss ich hierbei den Weg über Blockchain.info wählen?

    Sollte dies nicht der Fall sein (also direkt von Bitstamp auf den Paper-Wallet) dann würde ich doch meinen Privaten Schlüssel mit dem Internet in Verbindung bringen und er wäre wie du schreibst „nutzlos“? Oder brauche ich den Key nur zum Ausgeben… Aber dann wäre nach dem Ausgeben der dazugehörige Paper-Wallet nutzlos, richtig?

    Entschuldige die ganzen Fragen 😀 , aber ich bin noch neu dabei und es ist schwierig sich zurecht zu finden.

    Liebe Grüße und schon einmal vielen vielen Dank für deinen tollen Input und dein Engagement, ich bin mir sicher dass du bereits sehr vielen Neulingen geholfen hast 🙂

    • Moin,
      danke für dein Feedback, es freut wenn es hilfreich ist!

      Den privaten Schlüssel brauchst du nur für das Ausgeben. Für das Erhalten ist nur die Bitcoin-Adresse notwendig. Du kannst aber trotzdem den Block Explorer von Blockchain.info benutzen, um zu sehen, wie dein Saldo deiner Paper Wallet ist. Dazu dann einfach die Bitcoin-Adresse eingeben. Nachdem ich die Paper Wallet einmal benutzt habe(also den privaten Key benutzt habe), erstelle ich immer eine neue und nutze die dann. Das ist sicherer und kostet ja nichts 😉

      Also ja, kannst du von Bitstamp ans Paper Wallet senden. Ich teste immer mit einen kleinen Betrag, bevor ich alles überweise. Ist mit den Transaktionsgebühren aber eventuell nicht mehr ganz so praktikabel – musst du mal checken.

      Gruß Marco

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