Investieren in Monero

Willst du in Monero investieren? In dieser Vorstellung ist das private, digitale Geld Monero an der Reihe.
Moneros Fokus liegt auf Privatsphäre, Dezentralität und Skalierbarkeit. Bei Monero kann niemand Accounts und Transaktionen auf der Blockchain einsehen, ohne den privaten Schlüssel zu besitzen. Der Ansatz ist ein komplett anderer als bei Bitcoin oder Ethereum, wo jede Transaktion auf der Blockchain ewig gespeichert wird. Monero ist ursprünglich aus einer Fork von Bytecoin im Jahr 2014 entstanden. Es wird durch ein CPU-optimiertes PoW gemined. Im Jahr 2022 werden 18,4 Million Moneros verfügbar sein. Danach beträgt die jährliche Inflationsrate 0,87% und tendiert jedes Jahr näher gegen 0%.

 

  1. Wer leitet die Kryptowährung Monero?

Monero besteht aus einer recht großen, aktiven Open-Source-Community. Zu 30 Kernentwicklern kommen weitere 240 Community-Entwickler hinzu. Hinter Monero steckt kein Unternehmen, sondern vielmehr Technologie-Enthusiasten, ganz ähnlich wie zu der Anfangszeit von Bitcoin.

 

  1. Was macht Monero besonders?

Moneros Schwerpunkt liegt auf anonymen und privaten elektronischen Zahlungen. Bitcoin dagegen hat die Eigenschaft pseudoanonym zu sein, was bedeutet, dass alle Transaktionen eingesehen und nachverfolgt werden können. Bitcoin verhält sich hier genau wie das Internet, wo über die IP-Adressen (theoretisch) jeder Computer/Nutzer zuordenbar ist.

Monero löst dies in seinem Protokoll mit sogenannten Ringsignaturen (s. Grafik) und Tarnadressen. Eine Ringsignatur muss man sich wie einen großen Mixer oder Tornado vorstellen. Jede Transaktion muss durch diesen Mixer, am Ende kommt jede Transaktion aber zu seinem Ziel. Niemand, weder Empfänger, Außenstehende noch Entwickler können den Absender bestimmen. Die Tarnadressen komplementieren Moneros Privatsphären-Eigenschaft. Sie sorgen dafür, dass niemand die Kontostände auf der Blockchain einsehen kann, ohne im Besitz des privaten Schlüssels der dazugehörigen Adresse zu sein. Im Vergleich dazu: Bei Bitcoin und den Großteil aller anderen Kryptowährungen reicht hierfür die öffentlich einsehbare Adresse.


Darstellung aus Wikipedia: Durch Ringsignaturen wird die Absenderadresse unkenntlich.

  1. Wie sind der Entwicklungsstand und die zukünftige Vision von Monero?

Zurzeit sind alle Transaktionen standardmäßig anonym. Es existiert eine Möglichkeit nicht-anonym zu senden, welche aber im September 2017 mit einer Hardfork abgeschaltet werden soll. Die nächsten Ziele gliedern sich in Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit und Erweiterung technischer Funktionalitäten. Ein interessantes, laufendes Projekt aus der Roadmap sind die Fluffy Blocks, die ähnlich wie der Ansatz von SegWit bei Bitcoin die Blockgröße generell verkleinern soll.

 

  1. Wo bekomme ich Monero her?

Monero kann auf allen großen Börsen, wie Kraken, Poloniex, Bittrex, Bitfinex, usw. erworben werden. Auch auf den dezentralen Börsen Changelly und Shapeshift können Moneros erworben werden.

Hier kannst du mein Tutorial dazu sehen.

  1. Warum in Monero investieren?

Monero ist eine Kryptowährung mit Fokus auf Privacy/Privatsphäre. Privatsphäre war ein Hauptgrund warum Bitcoin in der Anfangszeit genutzt wurde. Ein Bedarf an anonymen Geldtransaktionen besteht bei Unternehmen, sowie Privatpersonen. Diese Eigenschaft können Bitcoin, Litecoin und Co. nicht bieten, nur die Privacy Coins können dies. Hier wird auch die Konkurrenz zu Monero deutlich. In einem weiten Feld sind es klassische Kryptowährungen ohne Privacy-Funktion wie Bitcoin, Litecoin und Dogecoin. Im engeren Feld sind es Kryptowährungen mit Privacy-Funktion wie Dash, ZCash und Komodo. Neben der oben genannten Haupteigenschaft machen für mich die folgenden Eigenschaften Monero besonders:

 

  1. Die stetig abnehmende Inflationsrate (Beginn 2017: 30%, Beginn 2018: 13%) hat die „schweren“ Anfangsjahre hinter sich. Spätestens ab 2022 kann durchaus von einem wertstabilem Geld gesprochen werden (2022: 0,87% Inflation, welche jedes Jahr weiter gegen Null tendiert)
  2. Monero weist kein Blockgrößenlimit auf. Eine Skalierungsdebatte, wie bei Bitcoin, sollte nicht so schnell auftreten. Trotzdem wird versucht die Blockchaingröße an sich nicht explodieren zu lassen.
  3. Eine große und vor allem aktive Community aus Entwicklern.
  4. Ein Mining-Algorithmus, der zwar auf PoW basiert, aber dezentralisiertes Mining begünstigt (ähnlich wie bei Ethereum).

 

Monero könnte auch einige Dinge besser machen. Dazu zählen vor allem die Nutzerfreundlichkeit der Services und die Kommunikation an nicht-technische Nutzer.  Im Gegensatz dazu ist Dash viel besser für den Massenmarkt ausgerichtet. Auch ein offizielles Monero Light Wallet wäre zu begrüßen (Eine Beta Version konnte ich hier finden, habe es allerdings noch nicht getestet).

Im Großen und Ganzen ist Monero ein spannendes Projekt. Gerade für Unternehmen (B2B, aber auch B2C) und Privatpersonen in autoritär geführten Staaten sehe ich Bedarf und zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für anonyme Zahlungen. Es bleibt spannend, welche Kryptowährung diesen Markt in den nächsten Jahren erschließt und für sich gewinnen kann. Monero zählt für mich zu einen der Favoriten.

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